Claus Reitmeier (41)
der grosse Held im norwegischen Liga
Lillestrøm, den 26. Juli 2005.
Wird mit Gordon Banks verglichen
Der deutsche Torhüter Claus Reitmeier ist gestern, im Alter von 41 Jahren, nach dem zwölften Runde in
dem norwegischen Liga, der grosse Star gewesen. Einer seiner Rettungstaten im zweiten Durchgang wird mit der berühmte
Rettung von Gordon Banks von einem Kopfball Peles bei den Weltmeisterschaften 1970 in Mexico verglichen.
Als Reitmeier in der 48. Minute schon auf den Weg in die andere Richtung war,
kam ein
Schuss von Kristofer Hæstad, der fünf Meter vor dem Tor stand, richtung seine rechte Ecke. Er, aber, hat sich mirakulos
drehen
können, und hat den Ball sogar in festen Griff gehalten. Einer von mehreren Glanztaten an diesem für ihm und die Zuschauer
Errinnerungswürdigen Abend.
Der Trainer und noch ein Torhüter aus Deutschland
Lillestrøm ist zur Zeit zum "deutschen" Club Norwegens geworden, weil ausser Reitmeier, der trainer Uwe Rössler von
Germanien kommt. Und - sage und schreibe - der eigentliche erste Torhüter, Heinz Müller (27) auch. Dem wurde es zu viel,
als er im Spielermeeting vor dem Match erfuhr, dass er nur auf dem Bank sitzen musste, auch jetzt wenn er wieder fit ist,
nach einen Monaten langen Verletzungspause. Müller hat nach dem Ausbooten verweigert auf dem Bank Platz zu nehmen. Er ist
nach Hause gegangen, kam aber später zurück, und hat das Spiel von der Tribüne gesehen, währenddessen der 3. Torhüter auf dem
Bank platz nehmen musste.
Bescheiden
Reitmeier, aber, scheint bescheiden geblieben zu sein.
- Ich habe nur mein Arbeit getan, sagte er sichtlich zufrieden nach dem Spiel. Dass wir das Heimspiel gegen Tabellenerster
Start mit 2-0 gewonnen haben, ist ein Mannschaftserfolg. Ohne den Anderen, wäre es ja 0-0 ausgegangen.
Weniger bescheiden gegenüber seiner Leistung ist Trainer Rössler. Er sagte nach dem Spiel:
- Der Claus hat uns heute gerettet. Er war der Matchwinner.
Fjørtoft:
- Die beste Rettung ich jemals gesehen habe!
Jan Åge Fjørtoft, der jetzt als Manager beim Lillestrøm arbeitet, ist ausser
sich von Begeisterung:
- Das ist die beste Rettung das ich jemals live gesehen habe, sagte er nach dem
Spiel, als Trainer und Betreuerpersonal im Begeisterung das Spielfeld stürmte,
um Reitmeier möglichst schnell zu gratulieren.
Will nach Deutschland
Reitmeirs Vertrag läuft nach dieser Saison aus. Er kam zu Lillestrøm als der erste Torhüter Heinz Müller sich am 5. Mai
eine Verletzung zuzog. Weil der damals 2. Torhüter Per Magne Misund auch verletzt war, holte Røssler seinen alten Landsmann raus vom
Rentnerleben. Weil er ja 41 Jahre alt ist, hat er Rückennummer 41 bekommen. Aber, dem Erfolg destotrotz, Claus hat Heimweh.
- Meine Familie wohnt in Deutschland. Nach dem Saisonende Anfang Nowember ist bei mir mit Profi-Fussball schluss. Er hat schon früher was erlebt,
hat 335 Bundesliga-Spiele für Borussia Mönchengladbach, Wolfsburg, Karlsruhe und Kaiserslautern.
Kurz daruf sagte er doch:
- Ich fühle mich fit. Ich spiele so lange meinen Körper nicht bittet mir Aufzuhören. Ich fühle mich wie 30! Und Trainer
Rössler sagte:
- Es ist nicht ausgeschlossen dass wir ihm noch einem Jahr behalten møchten. Es ist enorm wichtig, einem Mann mit viel
Rutine und Ruhe da hinten zu haben.
Stand letztes Jahr im DFB-Pokalendspiel
Es gehört zu der Lebensgeschichte Reitmeiers, da er an seinem 40. geburtstag, als Torhüter von Allemannia
Achen, gegen Borossia Mönchengladbach mit Glanzparaden seinem damaligen Club der Einstieg ins Pokalfinale bescherte.
Das war am 17.03.2004, sein letzter Glansleistung war gestern, 25. juli 2005. Also - Alter schützt nicht vor Leistung!